Jan-Christoph Borries

Jan-Christoph Borries

Vor­sit­zen­der, Jahr­gang 1957, Müns­ter-Meck­len­beck, ver­hei­ra­tet, drei Töch­ter.

Am Pfarr­be­ruf gefällt mir, daß er so viel­sei­tig ist und trotz Erwar­tungs­druck immer wie­der die Mög­lich­keit zur selbst­be­stimm­ten Arbeit bie­tet. Ich kann auch machen, was mir wich­tig ist. Was mich manch­mal stört, ist die Kon­sum­hal­tung selbst vie­ler akti­ver Gemein­de­glie­der. Wenn ich an die nächs­ten zehn Jah­re Kir­che den­ke, dann ist mir nicht ban­ge, vor­aus­ge­setzt, die Kir­che tut das, wozu sie beauf­tragt ist und was die Men­schen immer brau­chen wer­den — näm­lich das Evan­ge­li­um zu ver­kün­di­gen.

Die äuße­re Gestalt der Kir­che wird sich ver­än­dern, aber wenn das mit Augen­maß geschieht, muß es nicht zum Scha­den der Kir­che sein. Wir müs­sen in Zukunft nicht alles tun, was wir jetzt tun. Ich arbei­te im Vor­stand des Pfarr­ver­eins mit, weil ich die Inter­es­sen der Theo­lo­gin­nen und Theo­lo­gen ver­tre­ten möch­te. Wir haben kei­ne gute Pres­se, oft aus eige­ner Schuld. Dar­über­hin­aus geht es mir um gerech­te Struk­tu­ren in unse­rem Beruf. Die Arbeits­ein­tei­lun­gen für Theo­lo­gin­nen und Theo­lo­gen in den ein­zel­nen Arbeits­fel­dern müs­sen von der Zeit und Inten­si­tät her ver­gleich­bar sein.