Antje Eltzner-Silaschi

Antje Eltzner-Silaschi

Pfar­re­rin i. E. Ant­je Eltz­ner-Sila­schi, Jahr­gang 1958, ver­hei­ra­tet, 4 Kin­der, seit 2000 Kur­seel­sor­ge­rin in Bad Oeynhausen/Kirchenkreis Vlo­tho

Der Pfarr­be­ruf ist mehr als ein Job. Das habe ich als Toch­ter eines Pfar­rers schon früh begrif­fen. Die­ser Beruf umfasst mehr als man­che ande­re Beru­fe alle Lebens­be­rei­che, lässt aber auch eine gro­ße Frei­heit – nicht Belie­big­keit – in der Gestal­tung zu. In den Arbeits­fel­dern unse­rer Kir­che kön­nen beson­dere Gaben auf ver­schie­dene Wei­se ent­fal­tet wer­den. Dabei kann der Dienst als Pfar­re­rin und Pfar­rer gera­de in der Beglei­tung von Men­schen in exis­ten­ti­el­len Grenz­si­tua­tio­nen sehr erfül­lend sein. Eine mei­ner Berufs­er­fah­run­gen ist: Wir wer­den gebraucht!

Ich bin seit Jah­ren Mit­glied im Pfarr­ver­ein und nun auch im Vor­stand der Ver­tre­tung unse­res Berufs­stands, um dafür ein­zu­tre­ten, dass die Frei­heit in der Gestal­tung unse­res Diens­tes erhal­ten bleibt, eben­so auch die weit rei­chen­den Ange­bote an Wei­ter­bil­dung, Infor­ma­tion und Qua­li­fi­ka­tion und vor allem an spi­ri­tu­el­ler Beglei­tung. Das ist mir des­halb so wich­tig, weil sich dar­in gegen­sei­tige Wert­schät­zung von Sei­ten der Lan­des­kir­che eben­so wie von Sei­ten der Pfar­re­rin­nen und Pfar­rer äußert.

Wir möch­ten unse­re Arbeit in Ver­kün­di­gung und Seel­sorge für die Men­schen in unse­rer Zeit so gut wie mög­lich machen. Dar­in liegt ein hoher Anspruch. Um dem auch in Zukunft gerecht zu wer­den und nicht bei stän­di­ger Über­for­de­rung aus­zu­bren­nen, möch­te ich dafür ein­tre­ten, dass der Pfarr­be­ruf als hoch qua­li­fi­zier­ter Schatz unse­rer Kir­che und nicht nur als Kos­ten­fak­tor gese­hen wird. Eine ent­spre­chende Wür­di­gung in Besol­dungs– und Struk­tur­fra­gen ist dabei uner­läss­lich.