Michael Dahme

Michael Dahme

Seit 1988 Pfar­rer der Ev. Chris­tus­kir­chen­ge­mein­de Hagen, seit 01.01.2010 mit dem Zusatz­auf­trag der Geschäfts­füh­rung für die Kin­der­gar­ten­ge­mein­schaft im Kir­chen­kreis Hagen

Der Pfarr­be­ruf ist für mich der schöns­te und frei­es­te Beruf, den es gibt. Er gibt mir die Chan­ce, immer wie­der Men­schen in ver­schie­de­nen Situa­tio­nen zu begeg­nen und sie in ihrem Glau­ben zu beglei­ten. Der All­tag im Pfarr­be­ruf hält beglü­cken­de Momen­te eben­so bereit wie immer wie­der neue Her­aus­for­de­run­gen und wird so nie ein­tö­nig. Got­tes­diens­te in ande­rer Gestalt, leben­dig und mit­rei­ßend zu gestal­ten, ist für mich eine der anspruchs­volls­ten, aber auch schöns­ten Auf­ga­ben.

Lei­der erle­be ich immer wie­der, dass Pfar­re­rin­nen und Pfar­rer die Frei­heit die­ses Beru­fes nicht ver­wirk­li­chen kön­nen, weil sie sich zu sehr von den ver­schie­dens­ten Anfor­de­run­gen und Ansprü­chen der Gemein­de beein­flus­sen las­sen.
Und auch vie­le Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen kom­men für sich per­sön­lich, aber auch ihre Fami­li­en in die­sem Beruf oft­mals zu kurz.

Scha­de fin­de ich, dass die Anfor­de­run­gen durch Ver­wal­tungs­ar­bei­ten und die vie­len Sit­zun­gen und Ter­mi­ne den Frei­raum für das „Eigent­li­che« der Arbeit zu sehr ein­schrän­ken.

Die größ­te Her­aus­for­de­rung der Zukunft sehe ich dar­in, den Pfarr­be­ruf attrak­tiv genug zu erhal­ten und Nach­wuchs zu gewin­nen. Auch wenn Lai­en in unse­rer Kir­che immer wie­der und immer stär­ker gebraucht wer­den, um viel­sei­ti­ge Ange­bo­te auf­recht zu erhal­ten, wird es ohne Haupt­amt­li­che im Pfarr­dienst nicht gehen. Zur Attrak­ti­vi­tät gehört auch ein ange­mes­se­nes Gehalt, das der lan­gen Aus­bil­dung und den beson­de­ren, zeit­li­chen und psy­chi­schen Belas­tun­gen gerecht wird (ver­gleich­bar mit einem Ober­stu­di­en­rat).
Nach­dem ich seit 1998 Kir­chen­kreis­ver­tre­ter bin, arbei­te ich seit Juni 2012 im Pfarr­ver­eins­vor­stand mit, weil mir der Gedan­ke einer Inter­es­sen­ver­tre­tung beson­ders wich­tig ist. Dabei möch­te ich auch die beson­de­ren Anlie­gen der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen im Gemein­de­pfarr­amt ein­brin­gen.
Tele­fon-Nr.: 02331 — 76105